SCHWERPUNKTE MEINER ARBEIT

Rückenschmerzen zählen heute zu den häufigsten Leiden unserer Gesellschaft. Viele Patienten leiden an akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Oft werden die Ursachen der Rückenschmerzen nicht richtig erkannt und Patienten leiden lange unter dauerhaften Schmerzzuständen. Eine punktgenaue Erkennung der Schmerzursache ist der erste und wichtigste Schritt der Behandlung. So können ein Bandscheibenvorfall, osteoporotische Wirbelkörperbrüche, Wirbelgleiten oder Ischias vielfältige Ursachen der bestehenden Schmerzen sein. Die meisten Wirbelsäulenbeschwerden lassen sich erfolgreich konservativ behandeln! Dabei ist eine sorgfältige Auswahl der Behandlungsmethode von wichtigster Bedeutung!

Als Facharzt für Unfallchirurgie greife ich auf eine über 16 Jahre lange Erfahrung in der Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden zurück.

Minimal-invasive Wirbelsäulenchirurgie


Die konventionelle Wirbelsäulenchirurgie erfordert große Schnitte in der Haut und der Rückenmuskulatur. Dabei wird die Muskulatur durch den Schnitt von der Wirbelsäule getrennt, um einen möglichst großen Zugang zur Wirbelsäule zu ermöglichen. Als Folge entstehen nach der Operation große Narben und vor allem geschädigte Rückenmuskulatur. Daraus resultiert ein störender Funktionsverlust der Wirbelsäulemuskulatur. Der Blutverlust bei einem solchen Eingriff ist beträchtlich und die Dauer der Operation lang.

Aus diesen Gründen können konventionelle Operation an Patienten im hohen Alter oder an Patienten mit Begleiterkrankungen (z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Herz-oder Lungenerkrankungen, Fettleibigkeit, …) oft nicht durchgeführt werden.

Minimal-invasive Chirurgie ist derzeit der Goldstandard bei unterschiedlichen chirurgischen Eingriffen wie bei der Entfernung der Gallenblase oder bei der Spiegelung der Gelenke.

Durch die technischen Errungenschaften der letzten Jahre hat nun auch die minimal-invasive Chirurgie im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie Einzug gehalten. Im Gegensatz zur konventionellen Wirbelsäulenchirurgie zeichnet sich die minimal-invasive Chirurgie der Wirbelsäule durch sehr kleine Einschnitte in den Rücken aus. Dadurch entstehen wesentlich kleinere Narben und minimale Schäden an der Muskelmasse. Folglich ist die Wiederherstellung der normalen Funktion schnell und die Folgeschäden deutlich geringer als bei der konventionellen „offenen“ Operation.

Die minimal invasive Wirbelsäulenchirurgie erfordert spezielle Instrumente und eine spezielle Ausbildung des Chirurgen.


Minimal-invasive Chirurgie hat viele Vorteile gegenüber konventioneller „offener“ Wirbelsäulenchirurgie:

  • Kleinere Operationswunde
  • Weniger Schmerzen
  • Bessere Kosmetik
  • Geringer Blutverlust
  • Kürzeren Krankenhausaufenthalt
  • Geringerer Bedarf an Schmerzmittel
  • Früherer Rückkehr zur Arbeit und Aktivitäten des täglichen Lebens.

Folgende Eingriffe können minimal-invasive durchgeführt werden:

Bedingt durch die Abnahme der Knochendichte und die Schwächung des Knochens kommt es bei der Osteoporose leicht zu Entstehung von Knochenbrüchen. Am gefährdetsten sind der Schenkelhals, die Speiche sowie Wirbelkörper der unteren Brust- und Lendenwirbelsäule. Oft sind Minimaltraumata (z.B. leichtes Stürzen) ausreichend um osteoporotische Wirbelkörpereinbrüche zu verursachen. Symptome sind unterschiedlich starke Schmerzen der Wirbelsäule die vor allem während der Belastung (Gehen oder Stehen) stärker werden, und Bewegungseinschränkung. Bei den meisten osteoporotischen Wirbelkörpereinbrüchen handelt es sich um sog. stabile Frakturen die sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden können. Die konservative Therapie besteht aus einer Fixation durch äußere Stützverbände (Mieder oder Korsett) sowie Schmerztherapie. Sobald die Akutschmerzen nachlassen wird zusätzlich zur Stärkung der Rückenmuskulatur eine Begleitende physiotherapeutische Behandlung begonnen. Sollte trotz der konservativen Behandlung keine ausreichende Abnahme der Schmerzen erfolgen, oder aber zu einer weiteren Sinterung (Kompression) des gebrochenen Wirbelkörpers kommen, kommt eine operative Therapie in Frage. Bei stabilen Brüchen kann eine Kyphoplastie oder Vertebroplastie vorgenommen werden. Bei instabilen Brüchen kann unter Umständen eine zusätzliche Stabilisierung notwendig sein.
Kyphoplastie

Kyphoplastie – minimal invasive Eingriffe an der Wirbelsäule. Dr. Kambiz Sarahrudie, Wirbelsäulenspezialist

Dieses Verfahren kann in Allgemeinnarkose aber auch in Lokalanästhesie durchgeführt werde. Durch 2 kleine Schnitte am Rücken (jeweils 1 cm) wird eine Hohlnadel in den gebrochenen Wirbelkörper platziert. Die korrekte Platzierung wird dabei mittels Röntgen kontrolliert. Über die Hohlnadel wird ein Ballonkatheter in dem Wirbelkörper eingeführt. Durch das Aufblasen des Ballons wird der Wirbelkörper in die ursprüngliche Form zurück gebracht. Danach kann der Ballon entfernt und der entstandene Hohlraum über die Hohlnadel mit einem Flüssigzement aufgefüllt werden. Der Zement verhärtet sich innerhalb von wenigen Minuten und stabilisiert den gebrochen Wirbelkörper von innen. In der Regel lassen die Schmerzen bereits am Tag nach der OP deutlich nach, sodass der Patient bereits voll mobilisiert werden kann und 2 Tage nach der OP das Krankenhaus verlassen kann.

Dieses Verfahren wird für ältere Frakturen angewendet. Das Vorgehen ist mit der Kyphoplastie ident. Der einzige Unterschied liegt darin, dass bei der Vertebroplatie auf die Aufrichtung des Wirbelkörpers mit dem Ballon verzichtet wird. Das heißt, dass der Zement direkt (ohne vorherige Aufrichtung) in den gebrochenen Wirbelkörper injiziert wird. Die Vorteile der operativen Behandlungsmethoden (Kyphoplastie, Vertebroplastie) liegen in der deutlich Schmerzreduktion innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Operation, damit verbunden ein geringer Bedarf an Schmerzmittel und bessere Lebensqualität durch die wiedererlangte Mobilität. Die Eingriffe sind äußerst schonend und können innerhalb von 20-30 Minuten durchgeführt werden.
Als Folge von Verkehrsunfällen, Sturz aus großer Höhe oder als Folge der Sportunfälle kommt es nicht selten zur Entstehung von instabilen Wirbelkörperbrüchen im Bereich der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule. Hierbei entstehen nicht nur Trümmerbrüche des Wirbelkörpers alleine sondern es kommt auch zur Beteiligung der Wirbelgelenke, Verletzung der Bandscheibe, des Bandapparates und der Muskulatur. Um weitgehende Schädigung der Wirbelsäule und des Rückenmarkes zu vermeiden müssen diese Brüche operativ behandelt. Die operative Behandlung ist je nach Wirbelsäulenregion, Verletzung des Rückenmarks, Art des Bruches, Stabilität/Intensität, Alter und Allgemeinzustand des Patienten unterschiedlich. Instabile Brüche im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule werden nach Einrichtung zunächst von dorsal (rückenseitig) mit Schrauben und Stangen stabilisiert. Diese Stabilisierung kann minimal invasiv durch wenige Hautschnitte von jeweils 1-2 cm erfolgen. Wenn es durch die Bruchstücke zu einem Druck auf dem Rückenmark kommt, kann es zu Lähmungserscheinungen (unterschiedlicher Intensität bis hin zu kompletten Querschnittslähmung) kommen. In diesem Fall muss eine zusätzliche Dekompression des Rückenmarkes vorgenommen werden. Wenn der Berstungsgrad des Wirbelkörpers es erlaubt, kann zusätzlich zur Stabilisierung mit Schrauben und Stange eine Kyphoplastie des gebrochenen Wirbelkörpers mit resorbierbarem (sich selbstauflösend) oder nichtresorbierbarem (nicht selbstauflösend) Zement durchgeführt werden um eine ventrale (von der Bauchseite) Stabilisierung zu vermeiden. Je nach Knochenqualität und Grad der Wirbelinstabilität kann zusätzliche eine Stabilisierung von ventral (von der Bauchseite) erforderlich sein. Diese erfolgt gewöhnlich in einem 2. Eingriff einige Tage nach dem Ersteigriff. Die ventrale Stabilisierung erfolgt endoskopisch (Schlüsselloch-Technik) ebenfalls mit kleinen Hautschnitten.
Verletzungen an der Halswirbelsäule (HWS)

Häufigste Ursachen der HWS Verletzungen sind Stürze, Reitunfälle, Hochrasanztrauma (Verkehrsunfall) oder Kopfsprünge ins seichte Wasser. Bei osteoporotischen Menschen genügt häufig auch ein Sturz mit Anschlagen der Stirn an einer Kante um z.B. eine Fraktur im Bereich des 2. Halswirbels zu verursachen. Hierbei können nicht nur Brüche der Halswirbelkörper entstehen, sondern auch Verletzungen der Bänder, der Bandscheibe oder Verrenkungen der Wirbelkörper mit daraus resultierender Instabilität. Symptom sind heftige Nackenschmerzen und Bewegungseinschränkung der HWS. Zusätzlich kann die Verletzung der HWS mit einer Verletzung des Halsmarkes und mit neurologischen Ausfallserscheinungen einhergehen. Therapie: Die Entscheidung zu konservativer oder operativer Behandlung hängt von der Verletzungsform und der neurologischen Symptomatik ab. Die Verletzungsform bestimmt die Stabilität oder Instabilität und in der Folge auch die Art der Therapie. Bei der konservativen Therapie muss zwischen einer vorläufigen konservative (mit anschließender Operation) und einer definitiven konservativen Therapie unterschieden werden.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten:
• Schanz-Krawatte (weiche Schanz-Krawatte oder härtere Orthesen) –
• Ruhigstellung mit Halo-Fixateur -Gipsverband

Operative Behandlungsmöglichkeiten:
• Dorsale Fusion des 1. und 2. Halswirbelkörpers
• Verblockung der Gelenke des 1. und 2. Halswirbelkörpers
• Densverschraubung –
• Ventrale Fusion –
• Dorsale Fusion


Komplettes Leistungsspektrum

  • Meniskuschirurgie — u.a. Naht des Meniskus, sparsame arthroskopische Teilentfernung
  • Bandersatzoperationen für Kreuz- und Seitenbänder
  • Kniescheibenstabilisierung nach Kniescheibenverrenkungen
  • Knorpelersatzverfahren — Mikrofrakturierung, Transfer von Knorpel- und Knochenzylinder, Knorpelzellzüchtung
  • Arthroskopische Versorgung des Sprunggelenkes
  • Prothesen des Hüftgelenkes
  • Prothesen des Kniegelenkes
  • Prothesen des Schultergelenkes
  • Operative Behandlung von Kindern mit Knochenbrüchen
  • Metallentfernung
  • Konservative Therapie mit Gips oder Orthesen
  • Rekonstruktion des Bandapparates am Sprunggelenk
  • Rekonstruktion oder Naht der Achillessehne
  • Operative Versorgung von Frakturen und Verrenkungen der Gelenke
  • Operative Versorgung des Knöchelbruches
  • Arthroskopische Versorgung des Sprunggelenkes
  • Sprunggelenksversteifung
  • Stabilisierung durch Nägel, Platten oder Fixateur externe (äußerer Spanner)
  • Verlängerungsoperationen
  • Achsenkorrektur der Extremitäten
  • Übertragung von Eigenknochen, Eigenspongiosa
  • Einsatz von osteoinduktiven (knochenneubildungsfördernden) Substanzen und Knochenersatzmittel
  • Operative Versorgung von Speichenbrüchen
  • Operationen des Carpaltunnel Syndroms
  • Operationen des schnellenden Fingers Dupuytren’sche Kontraktur
  • Operative Versorgung von Kahnbeinbrüchen
  • Operative Versorgung von Finger- und Mittelhandknochenfrakturen
  • Entfernung von Ganglien
  • Rekonstruktion von Sehnen

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt anhand eines ausführlichen Erstgesprächs, einer genauen klinischen Untersuchung sowie anhand der Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung. Danach erstelle ich gemeinsam mit Ihnen
einen individuellen Behandlungsplan.

Spezialisierung

Ich habe mich im Laufe meiner Tätigkeit als Unfallchirurg auf die Behandlung von Knochenbrüchen und Gelenksverletzungen spezialisiert. Mein Spezielles Interesse galt seit jeher der Behandlung von Verletzungen der Wirbelsäule, Knochenfehlheilungen sowie Sportverletzungen.

Leistungen

Mein Angebot umfasst ein breites Spektrum an operativen und konservativen (nicht operativen) Leistungen hinsichtlich der Versorgung von Knochenbrüchen und Sportverletzungen.

Die operative Therapie umfasst das gesamte Spektrum der Gelenkschirurgie, Chirurgie der langen Röhrenknochen, Wirbelsäulenchirurgie,
arthroskopische Gelenkschirurgie sowie Deformitätenkorrektur.

 

Die konservative (nicht operative) Therapie beinhaltet die funktionelle und konservative Frakturbehandlung mit Gips-, Schienen- und Tapeverbändenen.